[Translate to Englisch:] Neugikeiten

Kniggendorf + Kögler – 159 Jahre Firmengeschichte

Wir schreiben das Jahr 1862: In den USA verkündet Abraham Lincoln das Ende der Sklaverei.

In Berlin wird Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt.

Und in Hannover gründet Johann Georg Schnath die G. Schnath Lampen-u. Blech-Waren-Fabrik. Damit war unser Familienunternehmen, die spätere Kniggendorf + Kögler GmbH, geboren.

Der Weg zum heutigen Metallverarbeitungs- und Sicherheitstechnik-Spezialisten war voller Herausforderungen,

manchmal steinig, aber er hatte stets eine Richtung: nach vorne! Gelenkt von couragierten Strategen und getragen

von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben uns die vergangenen 159 Jahre zu dem gemacht,

was wir heute sind: eine Firma mit langer Geschichte, solide verankert in der Gegenwart, der Zukunft zugewandt.

Viel ist passiert in den vergangenen 16 Dekaden. Von wichtigen Eckdaten und Ereignissen wollen wir hier erzählen.

Herr Kniggendorf und Herr Kögler

Da wären zum Beispiel die 1880er Jahre, in denen die Gesellen Heinrich Kniggendorf und Richard Kögler ins

Unternehmen eintreten und dieses kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs (1913) von den Schnath-Erben

übernehmen.

Damit einher geht die Änderung des Firmennamens. Zu jener Zeit werden vor allem Petroleumlampen für die

Eisenbahn gefertigt sowie Öl- und Schmierkannen für Lokomotiven.

Zum Ende des Krieges werden die Geschicke des Unternehmens in die Hände von Friedrich Kniggendorf gelegt, dem Urgroßvater der jetzigen Geschäftsführer Cathrin Kalthoff und Frederik Otto.

Friedrich Kniggendorf zeichnet sich in der Zeit von Hyperinflation und Währungsreform als brillanter Geschäftsmann aus, steuert die Firma durch schwierige Zeiten und erweitert sie.

Krise und Neuanfang

In den Bombennächten im Oktober 1943 werden Werksräume und Maschinen im seit 1935

xistierenden Firmensitz in der Baringstraße in Hannover zerstört. Dennoch geht der Betrieb

unter schwersten Bedingungen weiter. Und mit nur noch vier Gesellen und zwei Lehrlingen gelingt Friedrich Kniggendorf schließlich ein erfolgreicher Start in die Nachkriegsgeschichte der Firma.

Es dauert nicht mehr lange, da tritt die nächste Generation ins Unternehmen ein: 1951 heiratet

Friedrich Kniggendorfs Tochter Gertrud Heinz Otto, der den Betrieb in den folgenden Jahren weiter ausbaut. Es ist Wirtschaftswunder-Zeit: Ende der 50er Jahre lösen Automobil-, Tresor- und Manometerindustrie die Bundesbahn als Hauptkunde ab. Dafür ist es nötig, den Maschinenpark mit Stanzen, Pressen und Werkzeugmaschinen zu vergrößern.

Der Aufschwung

In den folgenden Jahrzehnten wächst das Unternehmen weiter. Das 100-jährige Firmenjubiläum 1962 wird mit rund 20 Mitarbeitern gefeiert. Immer mit dabei: die Familie. Getrud Otto kümmert sich ums Personalwesen. Und Mitte der 70er Jahre tritt Sohn Wilfried bei Kniggendorf + Kögler ein und gibt dem Unternehmen bald neue Impulse.

Ein Beispiel: Vater und Sohn Otto bauen die Beziehungen zur Nutzfahrzeugindustrie und zum Tresorbau aus. Aus der Produktion von Einsatzkassetten für Tresorschließanlagen ergibt sich die Herstellung von Werttransportkoffern.

Kniggendorf + Kögler wird damit führender Hersteller von Transportkoffern für die Geld- und Transportgesellschaften.

Charakter zeigen

Aber es gibt auch Rückschläge: 1982 zerstört ein Brand in der Lackiererei Teile des Betriebes. „In der Krise zeigt sich der Charakter“, heißt es. Und den hat das Unternehmen – auf allen Ebenen. Die Verantwortlichen sehen den notwendigen Wiederaufbau als Chance, moderner und wettbewerbsfähiger zu werden. Bald wächst der Zulieferbereich für den Tresorbau. Ab Mitte der Achtziger Jahre kann Kniggendorf + Kögler Teile bis zu einer Blechstärke von 5 mm verarbeiten. Maschinelle Stanzen ermöglichen zunehmend eine rationellere Fertigung.

Ein Jahr nach dem 125-jährigen Firmenjubiläum 1987 findet Kniggendorf + Kögler im Gewerbegebiet Laatzen-Rethen seinen heutigen Firmensitz.

Kooperation und Innovation

Ganz wichtig: der Blick über den Tellerrand. Und der wird besonders wichtig mit der Wende. Bereits einige Jahre zuvor hat Kniggendorf & Kögler in Ungarn ein Kooperationspartner gefunden, mit dem die Firma bis zum heutigen Tag zusammenarbeitet. 1990 knüpfen Vater und Sohn Otto dann neue Geschäftskontakte nach Eisenach. Bei den Thüringer Partnern übernimmt Wilfried Otto für 10 Jahre eine Beteiligung.

In den Neunziger Jahren entwickelt Kniggendorf & Kögler sich stetig weiter und beweist erneut Innovationskraft. Einige Beispiele: Entwicklung und Produktion von Seifenspendern für die Hygieneindustrie. Aufbau einer Fertigungsanlage, in der hunderttausende Einsatzkassetten hergestellt werden. Ausarbeitung eines Depots für die Schlüsselausgabe und -annahme in Autohäusern. Oder die Werkzeugproduktion für Papiergeldbehälter der Bundesbank.

Das neue Jahrtausend

Ganz wichtige Neuerungen bringt dann das neue Jahrtausend: Zum einen heißt Kniggendorf + Kögler die nächste Generation der Eigentümerfamilie willkommen: Wilfried Ottos Kinder Cathrin Kalthoff und Frederik Otto treten in die Firma ein, bereit, für die nächsten Kapitel der Unternehmensgeschichte Verantwortung zu übernehmen.

Zum anderen erkennt Kniggendorf + Kögler wieder einmal die Zeichen der Zeit: Führende Automobilhersteller drängen ihre Händler dazu, Schlüsseldepots einzusetzen und klopfen bei uns an. Daraufhin entwickelt die Firma ein Depot, vergleichbar mit Bankbeleg-Annahmesystemen. Heute ist es das erste VDS-geprüfte Schlüsseldepot mit Zulassung. Das ist die Initialzündung für ein neues Geschäftsfeld: 2005 wird die Kniggendorf + Kögler Security GmbH gegründet, die in den kommenden Jahren einen rasanten Aufstieg erlebt und unter anderem Schlüsselausgabe- und Schlüsselverwaltungsdepots für Autohäuser, Hotels und Pflegedienste entwickelt.

Internationale Verbindungen

Ab 2010 baut Kniggendorf + Kögler die internationalen Geschäftsbeziehungen weiter aus. Zahlreiche Händler verkaufen unsere Fabrikate im europäischen Ausland. Und wir vertreiben dort auch die Produkte der Schlüsselverwaltung. Darüber hinaus werden die von uns hergestellten Produkte immer komplexer. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit Kunststoffverarbeitern, um mit Kunststoff unsere Metallwaren zu ergänzen. Das führt zu einer noch breiteren Produktpalette und deutlichem Umsatzwachstum.

Bald brauchen wir mehr Platz und bauen daher in Laatzen-Rethen 800 qm Lager- und Versandfläche an. Und wir investieren noch an anderer Stelle: Zum Ende des Jahrzehnts wird der erste spezialgefertigte Roboter für die Produktion bestellt, ein zukunftsweisender Schritt für die nächsten Jahre.

Stolze Nachfolge – Erfolgreiche Zukunft

Die Herausforderungen, Chancen und Ideen der vergangenen 159 Jahre haben Kniggendorf + Kögler zu dem gemacht, was es heute ist: ein stolzes Familienunternehmen in der fünften Generation, mit zupackenden Führungspersönlichkeiten und großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir stehen für Qualität und Erfahrung, Verlässlichkeit und Praxisorientierung. Ständig entwickeln wir neue Produkte und haben unser Ohr immer am Markt. Unser Ziel ist klar: Wir erfüllen Kundenwünsche auf höchstem Niveau. Und wir gehen weiter unseren Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.